Die Medien in Osteuropa: Mediensysteme im by Marc Stegherr, Kerstin Liesem PDF

By Marc Stegherr, Kerstin Liesem

ISBN-10: 3531174827

ISBN-13: 9783531174822

Die Transformationsländer des ehemaligen Ostblocks haben auf dem Gebiet der Medien seit dem Fall des eisernen Vorhangs nachzuholen versucht, was once im Westen lange general ist ? mit mehr oder weniger großem Erfolg. Im Überblick und in Detailuntersuchungen stellt das Buch diese Entwicklung dar, die aktuelle state of affairs und die Zukunftschancen der Mediensysteme Osteuropas. Dem Leser soll es umfassendes Hintergrundwissen über die nationalen Medien, die Pressefreiheit und andere Medienfragen vermitteln und damit eine Lücke im Diskurs über Osteuropa füllen.

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2 Bedrängung der Medienfreiheit Die Nutznießer des alten Regimes waren freilich nicht bereit, ihren Einfluss von heute auf morgen aufzugeben, was für die Medien zu einem zermürbenden Kampf führte, der auch etliche Opfer unter kritischen Journalisten forderte. In jenem schicksalhaften Oktober 2000, als Slobodan Miloševiü zum Rücktritt gezwungen wurde, durfte der schwer herzkranke serbische Journalist Miroslav Filipoviü das Gefängnis in Niš verlassen20. Im Laufe seiner Haft hatte er zwanzig Kilo abgenommen.

Für Missmut sorgten aber vor allem die massiv erhöhten Geldbußen, die den Medien bei Ehrverletzungen drohen. Welche Kriterien dabei gelten, blieb unklar. Nebulös war namentlich, wo die Trennlinie zwischen Kritik und Verleumdung verläuft. In- und ausländische Journalistenverbände befürchteten daher, dass die hohen Geldstrafen, die für einige Medienunternehmen existenzbedrohend sein könne, zu einer Selbstzensur und zum Verzicht auf investigativen Journalismus führen. Der Regierung wurde unterstellt, mit dem Gesetz primär anzustreben, unliebsame Medien mundtot zu machen.

Der Druck war mit Händen zu greifen. Die Journalisten waren die ersten, die die Polzei während der Demonstrationen angriff und verprügelte. Dennoch wäre das schwierigste Jahr, so Uroševiü, das Jahr 2000 gewesen, als Miloševiü Radio „B92“ schließen ließ, dessen Büroräume auf dem selben Stockwerk wie die von „Radio Index“ lagen. Der neue Nachbar, der anstelle von „B92“ für zwei Wochen einzog, war eine Spezialeinheit der Polizei, die nur dort einquartiert wurde, um die Journalisten einzuschüchtern und davon abzuhalten, jene Nachrichten zu senden, die Miloševiü nicht gerne hörte.

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Die Medien in Osteuropa: Mediensysteme im Transformationsprozess by Marc Stegherr, Kerstin Liesem


by Anthony
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